Steigt ein Büblein auf den Baum

Dieses bekannte Fingerspiel mit eindeutig pädagogischer Absicht stammt aus der Feder von Friedrich Wilhelm Güll (1812 – 1879). Es mutet in der heutigen Zeit etwas altbacken an. Auch die eindeutig männliche Ausrichtung des Protagonisten wirkt nicht mehr zeitgemäß. Wenn man nun davon ausgeht, dass das Büblein nach dem Sturz nicht das Zeitliche gesegnet hat, sondern wohlauf ist, dann steckt in diesen wenigen Zeilen ein echtes Mini-Drama mit allen notwendigen spannungsreichen Elementen. Zudem ist es auch in der heutigen Zeit von der Thematik her nahe am Kinde. Das (wahrscheinlich unerlaubte) Klettern auf den Baum, das Austesten der des eigenen Könnens, die unbändige Neugier, das Entdecken der Natur, der Übermut und schließlich eine schmerzvolle Erfahrung.

Gestaltungshinweise

Einführung mit Gesten

Die Kinder sprechen den Text und führen dazu passende Bewegungen mit den Händen aus. Am Schluss dürfen alle "weinen". Nach einer Weile kann die Melodie eingeführt werden.

Musikalische Gestaltung

Die Kinder singen das Lied. Die markanten Stellen werden nach dem Benennen mit Instrumenten gespielt.

Hihihi: Cabasa

Krrr-Ksss: Guiro

Nach "... da liegt es unten": Glissando auf dem Xylofon mit abschließendem Trommelschlag.

Instrumentalspiel ohne Melodie

Die Kinder teilen sich in Gruppen (ca. 5 - 6 Kinder). Jede Gruppe setzt den Inhalt des Liedes mit Instrumenten um. Es kann vorher besprochen werden, welche Instrumente sich besonders gut eignen. Aber im Prinzip soll es mehrere Möglichkeiten geben, die Geschichte umzusetzen. Bei der Präsentation versuchen die zuhörenden Kinder, sich die Geschichte im Kopf vorzustellen.

Einen Comic zeichnen

Im Kunstunterricht zeichnen die Kinder einen Comic bestehend aus mehreren Bildern.